Hautberuhigung & Inflammaging-Kontrolle

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Akute und chronische Mikroentzündungen (inflammatorische Prozesse) gelten als treibender Faktor vieler Hautprobleme wie Unreinheiten und Rötungen bis hin zu vorzeitiger Hautalterung, auch als „Inflammaging“ bekannt. Das 05 Clear Skin Serum kombiniert hautberuhigende, talgregulierende und zellstabilisierende Inhaltsstoffe für eine sichtbar ausgeglichene und widerstandsfähigere Haut.

Niacinamid

Niacinamid (Vitamin B3) ist ein vielseitiger Hautaktivstoff mit bewiesener Wirksamkeit. Niacinamid reguliert die Talgproduktion, stärkt die Hautbarriere. In einer internationalen Delphi-Konsensusstudie aus dem Jahr 2025 wurde Niacinamid von den befragten Dermatolog:innen ausdrücklich für die kosmetische Anwendung bei Rötungen (72,6 %) und dunklen Flecken (79 %) empfohlen. Die Bewertung basierte auf hochwertiger klinischer Evidenz (Stufe 1b/2b). Zudem stimuliert es die Ceramidbildung, essenziell für eine gesunde Hautschutzbarriere.

Wirkprinzip:

Hemmung entzündlicher Zytokine,
Pigmentregulation, Barrierestabilisierung.

Klinisches Resultat:

Gleichmäßiger Teint mit weniger dunklen Flecken, reduzierte Rötungen, gestärkte Haut.

Evermat™

Enantia Chlorantha Bark Extract & Oleanolsäure (Evermat™) als pflanzlicher Wirkkomplex aus der westafrikanischen Enantia-Rinde und Oleanolsäure reguliert gezielt die Talgproduktion, verfeinert die Poren und mattiert die Haut sichtbar. In kosmetischen Formulierungen wirkt er adstringierend (zusammenziehend), talgreduzierend und antibakteriell.

Seine Wirkung beruht auf Protoberberinen, natürlichen Pflanzenstoffen mit antimikrobieller und talgregulierender Wirkung, die die Aktivität der Talgdrüsenzellen (Sebocyten) reduzieren. Zusätzlich hemmt der Komplex das Enzym 5-α-Reduktase, das eine zentrale Rolle bei der Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) spielt, einem Auslöser überschüssiger Talgproduktion.

Die Folge ist eine sichtbar mattierte, feinporige Haut mit weniger Glanz, die zugleich vor Unreinheiten geschützt ist. Evermat™ bringt fettige oder zu Unreinheiten neigende Haut sanft ins Gleichgewicht, ohne sie auszutrocknen.

Wirkprinzip:

Talgregulation durch Enzymhemmung, antibakterielle Wirkung.

Klinisches Resultat:

Mattiertes Hautbild, verfeinerte Poren.

Alzelainsäure

Azelainsäure (Azelaic Acid) ist einmultifunktioneller Wirkstoff, der natürlicherweise in Getreide vorkommt. Ihre Wirkweise ist umfassend dokumentiert: Sie wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, keratolytisch (löst verhornte Zellen) und reguliert gleichzeitig die Pigmentbildung in der Haut. Damit trägt sie nicht nur zur Verbesserung von Unreinheiten bei, sondern auch zur Reduktion von Rötungen, verstopften Poren und einem ungleichmäßigen Hautbild. Klinisch wurde schon seit den 1970er Jahren berichtet, dass sie das Erscheinungsbild von Pigmentstörungen und nach Hautirritationen verbessern kann.

Ein weiterer Vorteil: Azelainsäure hilft der Haut, sich gegen oxidativen Stress zu schützen, der durch Umweltfaktoren wie UV-Strahlung oder Luftverschmutzung ausgelöst werden kann ein Aspekt, der auch mit vorzeitiger Hautalterung in Verbindung gebracht wird.

Azelainsäure hemmt die Aktivität der 5-α-Reduktase, ein Enzym, das Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) bei Frauen und Männern umwandelt. DHT regt die Talgdrüsen an und kann zu unreiner, öliger Haut führen. Durch die Hemmung dieses Enzyms kann Azelainsäure die Talgproduktion regulieren, besonders relevant bei hormonell bedingten Unreinheiten.

Studienlage von Azelainsäure

In einem 2025 veröffentlichten internationalen Expertenkonsens von Dermatologen wurde Azelainsäure in 88,7 % als Wirkstoff bei der Behandlung von postinflammatorischer Hyperpigmentierung (PIH) und dunklen Hautflecken und von 87,1% bei Hautunreinheiten empfohlen. Diese Delphi-Studie unter 62 Dermatologen aus 43 dermatologischen Zentren weltweit hat Azelainsäure stellt fest, dass die Empfehlungen überwiegend auf wissenschaftlicher Evidenz der Stufen 1b und 2b basiert, also aus hochwertigen klinischen Studien. Azelainsäure gilt als sehr gut verträglich. Sie ist wohl nicht lichtempfindlich und eignet sich für die langfristige Anwendung, auch in Kombination mit anderen aktiven Pflegewirkstoffen wie Niacinamid (s.u.). Damit passt sie hervorragend in eine moderne Hautpflegeroutine für sensible, zu Rötungen oder Unreinheiten neigende Haut.

Wirkprinzip:

Hemmung der 5-α-Reduktase, antimikrobiell, antioxidativ (ROS-Neutralisierung).

Klinisches Resultat:

Weniger Unreinheiten, verfeinertes
Hautbild, reduzierte Rötungen.

Silybum Marianum Fruit Extract (Mariendistel)

Silybum Marianum Fruit Extract (Mariendistel) ist ein pflanzlicher Extrakt reich an Silymarin, einem hochwirksamen Komplex aus Polyphenolen, insbesondere Flavonolignanen wie Silybin A und B, Isosilybin, Silydianin und Silychristin. Diese Substanzen zählen zu den stärksten bekannten pflanzlichen Antioxidantien. Sie schützen die Haut vor freien Radikalen (instabile Moleküle, die Zellstrukturen schädigen können), hemmen oxidative Kettenreaktionen und bewahren die Lipidstrukturen in Zellmembranen vor dem Abbau. Silymarin wirkt zudem entzündungshemmend, indem es gezielt entzündungsfördernde Signalwege (z. B. NF-κB) und Zytokine wie IL-6 und TNF-α reduziert. Das unterstützt besonders empfindliche, gerötete oder durch Umweltstress belastete Haut und gegen sogenanntes Inflammaging, also entzündungsbedingter Hautalterung, eine unterstützende Rolle spielen.

Auch wurde eine photoprotektive Wirkung beobachtet: Silymarin reduziert UVB induzierte DNA-Schäden und schützt vor den Folgen von Sonnenstress, etwa durch die Verminderung freier Radikale nach UV-Exposition.

Interessant ist ein zusätzlicher Vorteil, der Anti-Glykation-Effekt: Silymarin kann den schädlichen „Verzuckerungsprozess“ an Kollagen- und Elastinfasern reduzieren, was der Hautstruktur zugutekommt und langfristig die Elastizität erhält.

Vereinfacht gesagt: Mariendistelextrakt schützt die Haut vor oxidativem Stress, beruhigt entzündliche Hautzustände, wirkt dem Verlust von Elastizität entgegen und trägt zu einem klareren Hautbild bei, auch bei sensibler oder unreiner Haut.

Wirkprinzip:

Schutz vor freien Radikalen (instabile Moleküle, die Zellstrukturen schädigen können), Membranstabilisierung.

Klinisches Resultat:

Geringere Reizbarkeit, stabilisiertes Hautmilieu.

Carnosin

Carnosin ist ein körpereigenes Dipeptid, das in höhererKonzentration in Muskeln und im Gehirn vorkommt, mit ausgeprägter Anti-Glykation-Wirkung.In der Haut schützt es die kollagene Struktur vor Verzuckerung (Glycation), wasso der vorzeitigen Hautalterung entgegenwirkt.

Wirkprinzip: Anti-Glykation und antioxidativer Zellschutz

Klinisches Resultat: Straffere Haut, verbesserte Struktur

Salicylsäure (BHA, Beta-Hydroxysäure)

Salicylsäure (BHA, Beta-Hydroxysäure) ist eine fettlösliche Beta-Hydroxysäure, die in kosmetischen Formulierungen seit Jahrzehnten als keratolytischer Wirkstoff eingesetzt wird: Sie löst abgestorbene Hautzellen und befreit die Poren. Diese porentiefe Reinigung macht sie besonders geeignet für unreine, fettige oder zu Unreinheiten neigende Haut. Darüber hinaus besitzt Salicylsäure antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften, die helfen, aktive Unreinheiten zu reduzieren und das Hautbild langfristig zu verbessern. Aktuelle wissenschaftliche Übersichtsarbeiten, darunter eine umfassende Meta-Analyse mit 80 ausgewerteten klinischen Studien, belegen ihre Wirksamkeit auch bei Pigmentunregelmäßigkeiten und UV-bedingtem Hautton-Ungleichgewicht.

In kosmetischer Konzentration gilt Salicylsäure als gut verträglich, auch bei regelmäßiger Anwendung.

Wirkprinzip:

Porentiefe Reinigung durch Keratolyse (lösende Wirkung auf abgestorbene Hautzellen), antibakteriell, entzündungshemmend, komedolytisch (wirkt gegen Mitesser).

Klinisches Resultat:

Sichtbar reinere Haut, weniger verstopfte Poren, verbesserte Hautstruktur.

Aloe Barbadensis Leaf Juice Powder (Aloe Vera)

Aloe Barbadensis Leaf Juice Powder (Aloe Vera) ist ein pflanzlicher Inhaltsstoff, der unter anderem Polysaccharide wie Acemannan, Aminosäuren, Mineralstoffe und Vitamine enthält. Diese Bestandteile werden in der Fachliteratur im Zusammenhang mit beruhigenden und feuchtigkeitsbewahrenden Eigenschaften beschrieben.

Untersuchungen deuten darauf hin, dass Bestandteile von Aloe Vera in vitro die Expression bestimmter proinflammatorischer Zytokine wie IL-1 und TNF-α modulieren können. In kosmetischen Formulierungen wird der Extrakt daher häufig in Produkten eingesetzt, die für empfindliche oder zu Rötungen neigende Haut konzipiert sind.

Zudem weist Aloe Vera laut Literaturquellen eine feuchtigkeitsbindende Kapazität auf. In Kombination mit weiteren Inhaltsstoffen kann sie zur Erhaltung des physiologischen Hautgleichgewichts beitragen, insbesondere bei Hauttypen mit erhöhter Reaktivität oder Tendenz zu Irritationen