Diese abgestimmte Wirkstoffkombination unterstützt die Haut bei der Wiederherstellung ihrer strukturellen Integrität, gleicht Pigmentveränderungen aus und schützt vor den Folgen zellulären Stresses. Jeder der folgenden Wirkstoffe ist wissenschaftlich untersucht und erfüllt gezielt eine Funktion innerhalb des Regenerationsprozesses der Haut.
Wirkweise: Niacinamid reguliert die Talgproduktion, stärkt die epidermale Barrierefunktion über die Steigerung von Ceramid- und freien Fettsäuregehalten und hemmt die Übertragung von Melanosomen auf Keratinozyten. Es reduziert transepidermalen Wasserverlust (TEWL), verbessert die Hautelastizität und hemmt proinflammatorische Zytokine wie IL-1α, wodurch auch entzündungsbedingte Pigmentierungen abklingen können
Klinische Relevanz: Topisch angewendet (2–5 %),zeigt Niacinamid signifikante Reduktionen von Hyperpigmentierung (Anti-Redness),Porengröße und Sebumproduktion. Mehrwöchige Anwendungen führen zu einersichtbaren Verbesserung der Homogenität des Hauttons, Hauttextur, und Elastizität.
Tranexamsäure (Trans-4-Aminomethylcyclohexancarbonsäure) ist ein synthetisch hergestelltes Derivat der Aminosäure Lysin. In kosmetischen Formulierungen wird sie meist in einer Konzentration von etwa 2 % eingesetzt. Ihr Wirkmechanismus beruht auf der Hemmung des Plasminogen-Plasmin-Systems, ein körpereigener Signalweg, der unter anderem Entzündungsbotenstoffe aktiviert. Dieses System fördert über Botenstoffe wie Prostaglandin E2 und α-MSH (Alpha-Melanozyten-stimulierendes Hormon reguliert die Bildung des Hautfarbstoffs Melanin) die Aktivität der Tyrosinase, einem Schlüsselenzym der Melaninproduktion. Durch die Modulation dieses Signalweges kann Tranexamsäure die übermäßige Pigmentbildung bremsen und so zu einem ebenmäßigeren Teint beitragen.
Darüber hinaus beeinflusst Tranexamsäure den VEGF-vermittelten Hyperfluss, eine erhöhte Durchblutung feiner Hautgefäße, die mit sichtbaren Rötungen verbunden sein kann. So kann sie das Erscheinungsbild von Hautrötungen mindern. Es gibt zudem Hinweise auf eine Modulation von NF-κB (ein zentraler Regulator entzündlicher Prozesse), was ihre hautberuhigende und entzündungshemmende Wirkung zusätzlich erklären könnte. Studien deuten an, dass Tranexamsäure auch die Hautbarriere stabilisieren und die Hauttextur verbessern kann. In Kombination mit Niacinamid wird diese Wirkung gezielt ergänzt und ist auch für empfindliche Haut geeignet.
Wirkweise: Ectoin ist ein sogenanntes Extremolyt, ein zyklisches Aminosäurederivat, das Mikroorganismen vor extremen Umweltbedingungen schützt. In der Haut wirkt es als natürlicher Zellschutzfaktor, indem es die Struktur von Zellmembranen, Enzymen und Proteinen stabilisiert. Ectoin bindet Wasser in einer Hydrathülle, schützt DNA vor oxidativen Schäden und moduliert Entzündungsmediatoren wie TNF-α.
Klinische Relevanz: In Anwendungsstudien zeigten sich unter Ectoin (1–2 %) signifikant reduzierte Anzeichen irritativer und inflammatorischer Hautzustände (z. B. durch UV, Trockenheit oder Umweltstress). Die Hautfeuchtigkeit wurde stabilisiert, Rötungen gemindert, die Barrierefunktion gestärkt.
Wirkweise: Die Boswelliasäuren aus dem Harz der Pflanze Boswellia serrata hemmen die 5-Lipoxygenase – ein zentrales Enzym im Entzündungsprozess. Dadurch wird die Bildung proinflammatorischer Leukotriene reduziert. Zudem wirkt Boswellia antioxidativ, reduziert MMP-Aktivität (Matrix-Metalloproteinasen) und schützt somit vor Kollagenabbau.
Klinische Relevanz: In topischer Form zeigen Boswelliaextrakte eine klinisch belegte Minderung von Entzündungszeichen, Rötungen und Juckreiz. Besonders bei irritierter oder gestresster Haut verbessert sich die Toleranz deutlich – mit zusätzlichem Anti-Aging-Potenzial durch Kollagenschutz.
Wirkweise: Resveratrol ist ein polyphenolisches Antioxidans, das freie Radikale neutralisiert und über die Aktivierung der Sirtuin-Familie (insb. SIRT1) zelluläre Reparatur- und Langlebigkeitsprozesse fördert. Es hemmt entzündliche Signalwege (z. B. NF-κB) und schützt die mitochondriale Funktion. Zudem bremst es UV-induzierten Hautschaden und reguliert die Melaninsynthese.
Klinische Relevanz: Topisch formuliertes Resveratrol kann dazu beitragen, die Hautelastizität zu verbessern, feine Linien zu reduzieren und den oxidativen Stressmarkerstatus nach UV-Exposition zu mildern.