Die hochmolekulare HA bildet einen leichten, feuchtigkeitsbindenden Film auf der Oberfläche. Niedermolekulare HA < 50 kDa Molekulargewicht verbessert die Elastizität messbar über Wasserbindung in tieferen epidermalen Schichten. Oligohyaluron < 5 kDa interagiert mit CD44 und unterstützt die Hyaluronhomöostase. Die Fachliteratur beschreibt einen Größeneffekt der Hyaluronsäure: Hochmolekulare HA begünstigt ein entzündungsberuhigtes Umfeld, sehr kleine Fragmente können als Stresssignale wirken und Wasser binden; im kosmetischen Kontext werden niedrige und oligomolekulare Formen vor allem zur Hydratation genutzt. Unser 3-fach HA-Ansatz verbindet hochmolekulare Formen für Oberflächenkomfort mit niedrigmolekularen Formen für nachhaltige Wasserbindung in tieferen Schichten. Es resultiert ein glatter wirkendes Hautbild an der Oberfläche, spürbar mehr Geschmeidigkeit in der Tiefe.
Bio-Placenta ist ein synthetischer, human- und tier freier Peptidkomplex. Die biomimetischen Kurzpeptide orientieren sich funktionell an plazentaren Signalmustern, ohne biologische Extrakte zu enthalten. Sie unterstützen Kollagen bezogene Aufbauprozesse und zelluläre Erneuerungsmechanismen. Ziel ist eine sichtbar verbesserte Hautstruktur und ein ebenmäßigeres Hautbild.
Centella asiatica ist das Indische Wassernabelkraut und wird auch Tigergras genannt. In der Überlieferung wälzen sich verletzte Tiger darin, weshalb die tropische Pflanze als Sinnbild für Hautruhe gilt. Der indische Wassernabel findet in der traditionellen chinesischen Medizin und in der ayurvedischen Medizin Verwendung. Im Serum nutzen wir die Wirkstoffe der Pflanze, hochreine Triterpene aus Centella: Madecassinsäure, Asiaticosid und Asiatische Säure.
Die Triterpene modulieren proinflammatorische Signalwege und dämpfen zentrale Botenstoffe der Reizung. Parallel unterstützen sie die Organisation der extrazellulären Matrix über kollagenbezogene Pfade und tragen zur Stabilisierung der Barriere bei. Antioxidative Eigenschaften helfen, reaktive Sauerstoffspezies zu neutralisieren.
Rolle im RU21 Formulierungs-konzept:
Im RU21 Kontext ergänzt der Centella Komplex sowohl PDRN als auch die Peptidtechnologien. Während PDRN Regenerationssignale setzt und Peptide Strukturaufbau adressieren, liefert Centella das beruhigende Gegengewicht und unterstützt die Toleranz der Haut.
Dragon’s Blood ist das tiefrote Harz von Croton lechleri. Der Baum wächst im Amazonas-Regenwald und sein roter Saft, der als "Sangre de Drago" bekannt ist, ist in der traditionellen Medizin zur Wundheilung bekannt. Chemisch dominiert eine hohe Fraktion kondensierter Polyphenole, Proanthocyanidine ergänzt durch Catechine, und das Alkaloid Taspine. Diese Zusammensetzung erklärt das ausgeprägte antioxidative Potenzial des Harzes. In der Fachliteratur wird Taspine als relevante Leitsubstanz des Harzes beschrieben. Diese Befunde stammen aus pharmakologischen Untersuchungen. Für unser Serum fokussieren wir auf den kosmetisch relevanten Nutzen des Extrakts, also antioxidativen Schutz, Hautberuhigung und ein komfortables Finish.
Die Polyphenole neutralisieren reaktive Sauerstoffspezies und modulieren reizbezogene Botenstoffe. In vitro zeigen Croton-lechleri-Extrakte antioxidative und entzündungsmodulierende Eigenschaften. Für die Formulierungspraxis relevant ist das trocknende Latexverhalten des Harzes. Beim Antrocknen bildet sich eine sehr dünne flexible Schicht die sich wie ein sanfter Schutz auf die Haut legt und den Hautkomfort verbessert.
Biotechnologische Fermente für Mikrobiomstärke
Auch die Haut ist ein Ökosystem. Auf ihr leben Milliarden nützlicher Mikroorganismen, die die Hautbarriere mit stabilisieren und unser Wohlgefühl an der Oberfläche mitbestimmen. Biotechnologische Fermente liefern für dieses Ökosystem postbiotische Metabolite. Das sind bei der Fermentation entstehende Wirkstoffe ohne lebende Keime, und zwar niedermolekulare Peptide, organische Säuren, Zuckerderivate und Exopolysaccharide, die ohne lebende Keime auskommen und dennoch die Mikroklimaregulation der Haut unterstützen. Bacillus/Soybean Ferment Extract entsteht durch die Fermentation von Sojabohnen mit Bacillus Kulturen. Dabei entstehen diese Peptidfragmente, Aminosäuren und Kohlenhydratbausteine, die als natürliche Feuchthaltefaktoren wirken und den Wasserhaushalt im Stratum corneum stützen. Lactobacillus Ferment liefert Milchsäure sowie fermenttypische Peptid- und Polysaccharidmuster. Diese Komponenten tragen dazu bei, das leicht saure Hautmilieu zu erhalten. Das begünstigt barrierewichtige Enzyme und unterstützt ein ausgeglichenes Hautmikrobiom.